Direkt zum Hauptbereich

Brauseboys am 6.2. im Mastul: Vorausschau

Neue Bedrohnungen (von Frank Sorge)

Amazon hat ein Patent für ein System des “vorausschauenden Versendens” angemeldet. Der Plan ist dabei, ein Paket schon auf den Weg zum Kunden zu schicken, bevor der weiß, dass er das Paket bestellen wird. In dem Moment, wo er das Paket bestellt, ist es dann schon ganz in Nähe seiner Haustür und kann flugs zugestellt werden. Von einer Amazon-Drohne, jetzt noch aus Fleisch und zu Fuß, oder bald dann mit Rotoren und kleinen Glasaugen.
Unvorsichtigerweise hatte ich mir um die Weihnachtszeit ein Gerät im Internet angesehen, das ich vermutlich kaufen werde. Da ich zum Preisvergleich auch auf Amazon gesucht habe, erinnert mich Amazon seit Wochen daran und sendet mir Emails, um mir das Gerät noch einmal anzupreisen. Mal als Set mit Zubehör, mal bekomme ich plötzlich einen Rabatt zugesprochen. Was noch so in den E-Mails steht, darüber muss ich spekulieren, denn wenn ich die anklicke, wird das alles noch schlimmer. Jedenfalls weiß ich langsam nicht mehr, ob ich mir das Gerät kaufen werde, weil mich Amazon alle paar Tage daran erinnert, oder weil ich es wirklich haben will.
Außerdem bin ich ein Trotzkind, das derlei Vorgänge nicht sinnvoll verarbeiten kann. Als Einblick in mein Trotzsystem: Weil mich Amazon mit diesen Emails befeuert, kaufe ich das Gerät garantiert nicht bei Amazon. Da Amazon so nachdrücklich will, dass ich es kaufe, überlege ich aber schon aus Trotz, es überhaupt niemals zu erwerben. Da ich mir schon jetzt nicht mehr sicher sein kann, ob ich das Ding nur noch wegen der ständigen Erinnerungen kaufen will, oder es sonst längst vergessen hätte. Ich könnte es aber auch kaufen, trotzdem durch diese Situation alles dagegenspricht, ein Trotz-Dilemma.
Mit dem System des neuen Patents läge das Gerät jedenfalls für mich schon im Wedding bereit. Die Drohne stünde mit dem Päckchen beim Imbiss zur Mittelpromenade in Sichtweite, um dort auf ihren Einsatz zu warten. Wahrscheinlich seit Weihnachten - mit all den anderen, die dort tagtäglich mit Kaffee, Korn und Kippe auf ihren Einsatz warten.

~#~#~#~#~#~#~#~#

Donnerstag, 6.2. /20.30 Uhr
AUSWEICHORT: Mastul (Liebenwalder Str. 33)

Die Brauseboys - frische Texte
Zurück im Wedding nehmen Paul Bokowski, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ihre frisch geputzten Tastaturen und lassen es klappern. Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, auch 2014 jeden Donnerstag mit illustren Gästen. 

Gäste:
Albert spielt Punk (auf dem Klavier)

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Jan Koch

Jan wohnt schon eine Weile nicht mehr im Wedding, sondern auf dem Land. Hier wie dort verbreitet er Wohlbefinden und seine schönen Lieder.

Brauseboys am 10.1. im La Luz: Nächstes Jahr

Zugabe 'Danke, dass ihr zuhört, und für's Verständnis. Dafür gibt es dies Geständnis: Wir können nicht ohne und mögen, wenn's euch gefällt. Was für 'ne Welt wäre es ohne uns und den Text? Wir sagen: Danke, dass ihr zuhört. Danke Publikum!' ~#~#~#~#~#~#~#~# Donnerstag, 10.1. /20.30 Uhr La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe) Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding Seit bald sechszehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit mit Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann, Heiko Werning und Gästen. Am 10.1. begrüßen nach dem Rückblicksmarathon und seinen Erschöpfungsopfern die ausdauerndsten und virilsten Boys Heiko Werning & Frank Sorge gemütlich im Restaurant des La Luz eine freundliche Liedermacherin und einen Verfasser höchst authentischer Taxigeschichten: Eva Wunderbar (Bitte bleib) Christian Schmitz ( Der Fuchsflüsterer vom Zeltinger Platz ) ~#~#~#~#~#~#~#~#

Einmal im Jahr Brausegirls: Am 12.4.

Damentennis  Ich stelle zwei Bier auf den Tresen des Spätkaufs.  "Fußball?", fragt der Verkäufer.  "Was?", frage ich. Er nickt zu den Flaschen.  "Guckst du Fußball?"  "Ach so, nein", sage ich, "sowas gucke ich nicht." Und zum Spaß füge ich an: "Ich gucke nur Damentennis."  "Damentennis?"  "Ja, klar. Sonst gucke ich kein Sport, Snooker höchstens."  "Damentennis?"  "Warum nicht?"  Ein paar Tage später stelle ich wieder zwei Bier auf den Tresen des Spätkaufs.  "Ah, und? Wie war dein Damentennis?"  "Ah ja", freue ich mich, "das hast du dir gemerkt."  "Ja, aber guck mal, Damentennis", er überlegt, "ist doch voll Scheiße, immer denkst du so, gleich seh ich was, aber dann siehst du nie was. Nur so mal kurz diese Sport-Unterwäsche."  Offenbar hat er es sich nicht nur gemerkt, sondern auch noch darüber nachgeda