Dienstag, 2. Dezember 2014

Brauseboys am 4.12.: Ein Jahr bricht aus

Schlaue Sprüche (von Frank Sorge)

Wir sprechen mit Ralph "Ralle" Schluppke aus der Turiner Straße, Berlin-Wedding. Sie sind gerade vom neugegründeten Eckkneipenverband "Goldene Fahne" zum "Bier-Buddha" des Bezirks erklärt worden - Herzlichen Glückwunsch!

Danke, aber ick möchte gleich korrigieren: Man hat mich nich' erklärt, hat man mir erklärt, sondern ick bin wiederjeborn. Wusste ick ooch nich' vorher, aber nu' isset halt so. Schon Okee.

Man bescheinigt Ihnen größtmögliche Weisheit, Geduldsruhe und ein massives Stehvermögen. Außerdem eine "gottgebene Klarheit", die Sie im Nirwana einer mehrtägigen Wodkameditation gewonnen haben sollen. Haben Sie eine Botschaft in der derzeit angespannten Weltlage?

Meinen Sie sowat wie 'ne "Message in a bottle"? Ham' die vom New Yorker mich jefragt, konnt' ick aber ooch nüscht anderet sagen als jetze. Pass uff, die schlauen Sprüche kommen: Du kannst allet mögliche in'nen Buch schreiben, deshalb kann et noch lange nich' sprechen. Wenn de nüscht siehst, musst' de mal hinkieken. Und allet wird Mus, wenn de dir druffsetzt.

Herr Schluppke, Sie als umfangreich nicht Betroffener, wie bewerten sie etwa den aktuellen Börsenrekordstand?

Besser, sie steht, als dass 'se umfällt, oder? Spaß beiseite, Witz komm raus, kann man nich' immer sagen, wo det hinführt. Ob de mit dein Rekordpegel nach Hause kommst oder dich in die Rabatten legst - is'n feiner Grat, wa? Trinkst du dir immer weiter euphorisch die Schnäpse hinter die Binde? Oder machst 'de ooch ma ruhiger mittenmang und lässt dir von der Gitti 'n Kaffee machen, der so stark is, dass du ihn löffeln und kauen musst. Wie gesagt, kommt allet druff an, ob 'de eigentlich nach Hause willst denne. Oder ob dir schon allet scheißejal is'. Da bin ick mir bei die Marsianer, quatsch, Börsianer ooch nich' immer janz sicher.

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Donnerstag, 4.12. /20.30 Uhr
MASTUL (Liebenwalder Str. 33, nahe Osram-Höfe)

Die Brauseboys - frische Texte
Jeden Donnerstag nehmen Paul Bokowski, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ihre frisch geputzten Tastaturen und lassen es klappern. Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, seit elf Jahren jeden Donnerstag mit illustren Gästen. 

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