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Brauseboys am 23.10.: Mit Doppel-Wolff

Bedenken (von Frank Sorge)

Ich trinke ganz gerne was mit Alkohol, immerhin nicht täglich. Es ist jedenfalls besser, als täglich nicht gerne zu trinken, also sollte man stets aufpassen, dass es nicht derart umschlägt. Aber ist es schon bedenklich, auf dem Einkaufszettel Whisky statt Whiskas zu lesen? Oder erst, wenn man es zwar noch als Whiskas erkennt, aber stattdessen doch Whisky kauft? Es käme vielleicht noch drauf an, für wen? Whiskey für die Katze schürt weitere Bedenken, Whiskas für mich noch viel mehr. Auch spielt eine Rolle, wer den Zettel geschrieben hat. Wenn ich selbst das Katzenfutter aufgeschrieben habe und mich trotzdem verlese, sollte ich mir vielleicht wirklich Sorgen machen. Wenn es aber meine Freundin war, ist alles gut und ich kann es auf ihre Handschrift schieben. Solange sie nicht selbst ständig an Whisky denken muss und daher, statt einfach "6 x Katzenfutter", ein Produkt mit Whisky-ähnlichem Namen aufgeschrieben hat. Habe ich da etwas nicht bemerkt? Oder wenn es ein Codewort wäre, damit zufällige Gäste, die den Einkaufszettel lesen, nicht denken: "Wer braucht denn hier 6 x Whisky?" Wenn es gar die Katze selbst war, deren Überlebensdruck angesichts leerer Futterschalen so stark geworden ist, dass sie in der Not das Schreiben erlernt hat - was dann?

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Donnerstag, 23.10. /20.30 Uhr
La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe)

Die Brauseboys - frische Texte
Jeden Donnerstag nehmen Paul Bokowski, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ihre frisch geputzten Tastaturen und lassen es klappern. Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, seit elf Jahren jeden Donnerstag mit illustren Gästen. 

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Monolith auf Monolith III (von Frank Sorge) Es begab sich aber zu der Zeit, in der Infektionszahlen nicht sehr geschätzt waren, dass alle Menschen aufgefordert wurden, an den Ort ihres größten Einkaufszettels zu wandern, um möglichst viele Weihnachtsgeschenke noch zu erledigen. Es war auch die Zeit, in der man ‘Weihnachtgeschi’ eingeben muss, um überhaupt einen Treffer zu ‘Weihnachtsgeschichte’ zu landen, denn es war die Zeit der Geschenke, nicht der Geschichten. Da machte sich auch Frank aus dem Wedding, auf in das alte Land, das da heißt Tempelhof, und ging zum Ikea, damit er gezählt werde bei Eingang und Ausgang, und damit seine Finanzen geschätzt werden könnten, im Vergleich zum Einkaufe. Und er hatte einen Beutel dabei, darin waren andere Beutel, und in einem Beutel sogar noch ein Beutel. Und als er dort war, kam nach einer Stunde Schlangestehen die Zeit, dass er einkaufte. Und er nahm ein erstes Paket Kerzen und legte es in einen Einkaufswagen, denn er hatte sonst keinen Raum in

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