Direkt zum Hauptbereich

Brauseboys am 6.12.: Kerzen im Mastul


Verschoben

Eigentlich müsste ich einen Text schreiben, aber der Kühlschrank ist genauso leer wie die Datei, mein Magen so leer wie die Datei und der Kühlschrank, und das Universum ist so leer wie mein Kühlschrank. Weit und breit nur tote Materie, Kälte und Vakuum, und auf einem kleinen Rest Käse hinten links ist aus unklaren Gründen intelligentes Leben entstanden.
Also gehe ich erst einmal einkaufen, denn der Markt ist im Gegensatz zu meinem Kühlschrank und der Datei voll bis obenhin. Und außerdem muss man ja den Kühlschrank voll machen, genauso wie später die Datei und vorher noch den Magen. Der so leer ist, dass das Portemonnaie, das durchaus voll war, nach dem Einkaufen leer ist. Man soll eben nicht hungrig einkaufen, aber es ist nicht nur notwendig, sondern auch wichtiger, den Magen zu füllen, als die Datei, weshalb ich mich nicht gräme, die Datei leer zu hinterlassen. Zuerst ist der Einkaufswagen leer, dann ist er voll und die Taschen und Tüten, die ich erwerbe, sind leer und dann voll, als der Wagen wieder leer ist. Dann laufe ich über die Allee der staubigen Taschen, den Boulevard der Überziehungszinsen, den Kudamm des Nordens, aber nicht auf Pfennigabsätzen, zurück in die Wohnung. Die leer war und jetzt voll ist mit mir und den Sachen, die den Kühlschrank füllen.

~#~#~#~#~#~#~#~#
Donnerstag, 6.12. /20.30 Uhr
MASTUL (Liebenwalder Str. 33, nahe U-Seestraße und Osram-Höfe)

Die Brauseboys
Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, jeden Donnerstag mit neuen Texten. Paul Bokowski, Hinark Husen, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann, Heiko Werning und Gäste lesen was vor. 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Brauseboys am 4.6. (20 Uhr) mit Mareike Barmeyer, Jobinski und Bjarne

Alles im Blick (von Frank Sorge) Susanne sammelt schon gute Momente, ich könnte vielleicht die filmischen abgreifen. Wie ich gerade im Wedding nach Hause gelaufen bin, am Parkplatz vorbei, ein paar Heckleuchten entlang, als plötzlich ein offener Pizzakarton auf einer Motorhaube in den Blick kam, mit verlockend frisch leuchtenden Pizzastücken. Von links pirschte sich eine Krähe an das Auto heran, die gleiche Begehrlichkeit im Blick, schon beim nächsten Schritt aber kam rechts der kauende Autobesitzer in Sicht. Ich blieb stehen und blickte die Krähe und ihn an, er die Krähe und mich, wir lächelten gleichzeitig amüsiert.  “Vorsicht!”, sagte ich zu ihm, “im Wedding muss man immer aufpassen!”  “Mach ich!”, bestätigte der freundliche Nachbar, "Hab alles im Blick!”  Wir fixierten die ertappte Krähe, die sich zurückzog. Heute ging sie leer aus, Abspann, Ende. Die Brauseboys am Donnerstag, 4.6. (20 Uhr)  Mit Mareike Barmeyer , Jobinski und Bjarne Haus der Sinne (Ystader St...

Brauseboys am 17.7. (20 Uhr) mit Jakob Hein und Sedlmeir

Trau keiner KI (von Frank Sorge)   Nach dem Debakel von letzter Woche, als Elon Musks KI Grok, befreit von den ‘Fesseln der Wokeness’, unter anderem Erdogans Mutter beleidigte, wurde direkt die nächste Version vorgestellt, Nummer 4. Also ist klar, warum Musk die Version 3 spontan radikalisierte, weil sie ohnehin kurz vor dem Austausch stand. Das ist sogar recht logisch, aber nicht, um den Schaden zu begrenzen. Mit einem solchen Gedanken verliert der reichste Mann der Welt keine Zeit, es war nur ein weiterer Test, um zu erkennen, was man anders oder unauffälliger machen muss, damit die KI rechtslastig argumentiert. So wird jetzt berichtet, dass der neue Grok bei diversen Anfragen zu kontroversen Themen auf dem Weg zu einer Antwort erst einmal Elons eigene Sicht der Dinge auf Twitter abfragen und entscheidend relevant verarbeiten muss. Das ist lächerlich und gefährlich zugleich. Denn eine Information fehlt noch, Grok soll künftig in den US-amerikanischen Behörden mitarbeiten, zuvord...

Brauseboys am 7.5. (20 Uhr) mit Susanne Schirdewahn und Paula Linke

Stiefel waschen (von Frank Sorge) Tourismus in Deutschland, mal wieder typisch! Versprochen wird eine Gummistiefelwaschanlage, aber vorhanden ist dann nur eine Gummistiefelwaschecke, in der man alles selber machen muss! * Die Brauseboys am Donnerstag, 7.5. (20 Uhr)  Mit Susanne Schirdewahn und Paula Linke Haus der Sinne (Ystader Str. 10) Es war ein schöner Ausflug in den Wedding, aber irgendwann ist auch immer gut mit dem Reisen. Vor allem, wenn man so doppelt erlesenen Besuch bekommt wie diesen Donnerstag, da will man nicht improvisieren, da will man auch mal festlich präsentieren: Den Donnerstag in aller Pracht, tada! Mit uns, dem netten Team des Haus der Sinne und unseren Gästen. Susanne Schirdewahn ist bildende Künstlerin und Autorin im Prenzlauer Berg und lauscht monatlich an Des Esels Ohr, die Musikerin Paula Linke swingt und singt sich durch Stadt und Land und wirbt für vermehrtes Küssen. Da treten wir Herren natürlich frisch geduscht an uns lassen uns nicht lumpen, wir L...