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Brauseboys am 3.12.: Offene Türen

Notizen für ein Väterhilfswerk (von Frank Sorge)

Endlich also kann ich erzählen, wie das als Vater so ist: Ich stehe früh auf, trinke fast keinen Alkohol, der Tabakverbrauch ist minimal, ich nehme 'dönerarme' Kost zu mir, ich nehme ab. Ich hatte damit gerechnet, dass ich z.B. das Rauchen zeitweilig einstelle, um die Gesundheit der Kinder nicht durch Passivqualm zu gefährden. Aber dass ich sogar anfangen werde, Zigaretten wegen mir selbst wegzulassen, das war eine Überraschung. 
Die Zwillinge hatten mich schon nach wenigen Wochen gut erzogen, nach fast einem halben Jahr fühle ich mich gesund wie nie. Abgesehen von den Gelenkschmerzen, der Übermüdung, den ständigen Erkältungen und der notorischen Abgespanntheit. Wie sie das machen, weiß ich nicht, vielleicht reicht es schon, dass sie sich freuen, mich zu sehen. Oder es reicht schon, dass ich mich freue, sie zu sehen. Dabei hilft es natürlich, wenn man als Vater nicht unter der Erde liegt.
Was aber nicht geht, so sehr ich mich bemühe, ich schaffe es einfach nicht, meinem Mädchen etwas rosafarbenes anzuziehen. Das geschenkte rosa T-Shirt mit dem Aufdruck ‘Love’ muss also mein Sohn tragen. Es steht ihm erschreckend gut.

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Donnerstag, 3.12. / 20.30 Uhr
Mastul (Liebenwalder Str. 33)

Die Brauseboys - frische Texte
Jeden Donnerstag nehmen Paul Bokowski, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ihre frisch geputzten Tastaturen und lassen es klappern. Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, seit zwölf Jahren jeden Donnerstag mit illustren Gästen. 

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