Direkt zum Hauptbereich

Auszugsfeier

Voll war es am letzten regulären Donnerstag im Laine-Art wie zu den besten Tagen der letzten sechs Jahre. Ähnlich wehmütig ging es den ganzen Abend, gut vorgesorgt hatte nur jeder mit großen Taschentuchvorräten im Gepäck oder Schmerz zufügenden Hilfsmitteln wie Nadeln oder Kronkorken im Schuh, um den Tränenfluß noch vor dem Ausbruch durch einen gezielten Stich zu hemmen und wieder zu klarem Bewußtsein zu kommen.

Wir behelfen uns zu diesem Zweck schon seit Anbeginn mit großen Mengen Bionade, die ja nun wirklich nicht zu den verdammenswerten Drogen des 21.Jahrhunderts zählt.

Gnadenlos ging es dem Ende zu, einem letzten "Showlicht aus" und einem letzten Geklimper der umgestoßenen Flaschen der Heimgänger.

Die letzten Töne am gelben Klavier galten einem eigenen Schlußlied für den Abend, in dessen Verlauf wir noch eine kleine Reihe Anekdoten aufeinanderstapelten. Das Klavier muß aber nicht traurig sein, da es ja meins ist und möglicherweise bald wieder an den heimischen Herd zurückkehrt, eine der Ecken meines Weddinger Wohnpalastes ist noch frei.

Nach so viel zusammengeballter Wehmut half nur noch der gezielte Einsatz einer Spezialwaffe: Finnischer Wodka.

Die Stimmung war jetzt gelöst und ganz angenehm wie immer.

Im Hintergrund Jaakko und Teppo, denen wir diese Stimmung verdanken, und vorne Karsten, der sich als Stammgast und Helfer in der Not längst die Brauseboys-Anstecknadel in Rot-Gold verdient hat.

Zu Gast waren Roger Trash, aus dem schönen Münster, und Thilo Bock aus dem schönen Tiergarten.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Brauseboys am 10.1. im La Luz: Nächstes Jahr

Zugabe

'Danke, dass ihr zuhört, und für's Verständnis. Dafür gibt es dies Geständnis: Wir können nicht ohne und mögen, wenn's euch gefällt. Was für 'ne Welt wäre es ohne uns und den Text? Wir sagen: Danke, dass ihr zuhört. Danke Publikum!'
~#~#~#~#~#~#~#~# Donnerstag, 10.1. /20.30 Uhr La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe)

Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding
Seit bald sechszehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit mit Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann, Heiko Werning und Gästen. Am 10.1. begrüßen nach dem Rückblicksmarathon und seinen Erschöpfungsopfern die ausdauerndsten und virilsten Boys Heiko Werning & Frank Sorge gemütlich im Restaurant des La Luz eine freundliche Liedermacherin und einen Verfasser höchst authentischer Taxigeschichten:
Eva Wunderbar (Bitte bleib) Christian Schmitz (Der Fuchsflüsterer vom Zeltinger Platz) ~#~#~#~#~#~#~#~# Jeden Donnerstag um 20.30 Uhr lesen die Brauseboys und Gäs…

Brauseboys am 2.5. im Eschenbräu: Bock auf Mai

Bier (von Frank Sorge)
Was wären wir, ohne dir - Bier. Bring doch mir noch eins hier. Bier - wegen dir ich wild deklamier und schwadronier. Es veredelt Papier. Bier - der Juwelier veräußert Saphir für dir. Glorifizier, und schnabulier. Sei Pro-Bier für dein Pläsir. Was gehört aufs Klavier? Es ist immer nach vier. Bier! ~#~#~#~#~#~#~#~# Donnerstag, 2.5. /20.30 Uhr Eschenbräu (Triftstr. 67, nahe U-Leopoldplatz und S-Wedding)
Die Brauseboys - Lesebühne im Wedding - ab jetzt im Eschenbräu!
Seit sechszehn Jahren jede Woche neue Texte, Betrachtungen, Musik und belebende Heiterkeit. Neue Features auf dem Weg zur perfekten Location im Eschenbräu: Ein hungriger Schallschutzvorhang, der sich zu gut gelaunten Nicht-Zuschauern nebenan eigenmächtig überwirft und sie verschlingt - ein neues Klavier mit Lautstärkeregler - ein frisch gebrauter, hochgradig beruhigender Maibock.  Am 2.5. begrüßen Thilo Bock, Nils Heinrich, Robert Rescue und Heiko Werning die Gäste:
Uli Hannemann (Abgesandter des guten Ges…

Brauseboys am 14.3. im La Luz: Der dritte Frühling

Zurück in die Zukunft (von Frank Sorge)
Mit dem Rauchen aufzuhören, und es mit dem elektronischen Dampfen zu ersetzen, ist wie den Diesel zu verschrotten, um sich einen Tesla zu kaufen, wie den Festnetzanschluss abzuschaffen, und einen weiteren Funk-Vertrag abzuschließen. Das Coolste am Dampfen ist, neben der umfänglichen Reduzierung von Schadstoffen, wieder hemmungslos Innenräume vollquarzen zu können. Zum Beispiel im Hotel. Nach zehn Jahren Rauchverbot endlich wieder die Bude vernebeln, es ist herrlich. Gibt keinen Dampfmelder im Hotel, Gestank hinterlässt der Gast auch nicht, höchstens ein wenig Mangoaroma. Vor vielen Jahren schon hatte ich mich damit abgefunden, kein Auto haben zu wollen, warum auch? Jetzt hänge ich an YouTube-Videos über Elektroautos wie mein immer durstiges Smartphone an der Steckdose. Früher gab es auch Kabel am Telefon, die Älteren werden sich erinnern, jetzt hängt es aus anderen Gründen dran. Ich muss auch kein eigenes Elektroauto haben, aber ich könnte es st…