Grüße nach Neuruppin (von Frank Sorge)
Wussten Sie schon als Kind, dass Sie Schriftsteller werden wollen? Wer waren Ihre Lieblingsautoren? Waren Sie gut in der Schule? Das alles und mehr fragten uns Schülerinnen und Schüler in Neuruppin und wir antworteten nach besten Kräften. Wir antworteten so, als würden die Dinge bleiben, wie sie bei uns waren, obwohl sie das womöglich gar nicht tun. Wir wissen es aber nicht besser, wir haben nur vierzig Jahre Altersunterschied ins Feld zu führen, können noch aus der Antike berichten, wie wir Wing Commander von der Diskette gestartet haben und dass ein Joystick nichts Versautes war. Schön jedenfalls, dass sie überhaupt solche Dinge von uns wissen wollten, die über das Schreiben, so haben wir auch mal wieder an die Zeiten gedacht, die immer weiter von uns wegrücken. Bei mir haben so Leute wie wir jedenfalls nicht in der Schule gestanden, wir mussten sie erst werden.
Die Brauseboys am 22.10. (20 Uhr)
Mit Harriet Wolff und Claudia Fink
Frische Texte, neue Lieder, spannende Gäste
Haus der Sinne (Ystader Str. 10)
Die Blätter fallen ja gerade in Rekordtempo von den Bäumen, als hätte es das Jahr eilig, zu Ende zu gehen. Ganz so eilig haben wir es nicht, auch wenn wir schon bald wieder unsere Jahresbilanz ziehen, ganz schön bald sogar. Nicht über uns wird dann abgerechnet, sondern über das Elend da draußen! Das Schöne da draußen wird natürlich genauso betrachtet, wir sind keine Miesepeter, im Gegenteil, wir sind Gute-Laune-Bären, oder wenigstens immer auch Yang, statt nur Yin, stets auch Brause, statt immer nur Pils. So fließt alles jede Woche am Donnerstag zusammen, die ganze Stadt zieht es magisch in den Teil des Prenzlauer Berges, den wir Ost-Wedding nennen, und ein weiterer Lesebühnenabend wird zelebriert, diese Woche mit unseren fantastischen Gästen Harriet Wolff (Satire-Fachfrau) und Claudia Fink (Lieder-Spezialistin).
Der Abend letzte Woche war wie aus dem Bilderbuch, aber der Vorteil, dagewesen zu sein, bestand darin, dass sich die Bilder bewegt haben und das Buch selbst gesprochen hat. Außerdem ging es weit über die Seiten hinaus, man sah auf eine weite Bühne mit uns und unseren feinen Gästen Michael-André Werner und Marco Tschirpke. Jungs, kommt bald wieder!



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