Überraschungstasche (von Frank Sorge) Ich laufe ja viel mit meiner Ukulelentasche herum, auf der Müllerstraße fragte im Vorbeigehen vor Kurzem ein Mann seinen kleinen Sohn: “Guck mal, welches Instrument ist in der Tasche?” Der Junge überlegte kurz und sagte dann: “Geige!” “Richtig!”, sagte der Vater. Ich bin einfach weitergelaufen und habe sie nicht korrigiert. Hätten sie gewusst, dass ich eigentlich meine Heckler & Koch Kleinkaliber-Maschinenpistole durch den Kiez trug, hätte sie das sicher nur verwirrt. Manchmal rechne ich jedenfalls damit, dass ich die Tasche öffne und gar keine Ukulele darin ist. Randvoll mit Geldscheinen könnte sie dann sein, das wäre was, oder es ist wirklich mal plötzlich eine Geige im Kasten und dann spiele ich halt die. Ich wurde auch schon für einen Geiger des Deutschen Symphonie-Orchesters gehalten, vermute aber, dass sich nur unsere Taschen ähnlich gesehen haben. Die Brauseboys-Politwochen am 17.9. (20 Uhr) mit Roland Schröder (Linke), Susanne Sc...
Was Nettes sagen (von Frank Sorge) An der Supermarktkasse spielte eine Kundin mit der Verkäuferin ein Spiel, es hieß, glaube ich: “Was Nettes sagen!” Die eine sagte: “Einen wunderschönen guten Abend!”, die andere setzte drauf: “Danke sehr, und Ihnen auch noch einen ganz besonders schönen Abend!” Aber damit nicht genug, sagte die Kundin noch: “Es war so schön hier bei Ihnen, da komme ich wahnsinnig gerne wieder!” “Na, unbedingt, Sie sind herzlich willkommen, kommen Sie gerne so oft wieder, wie Sie möchten.” “Das werde ich machen, sobald wie möglich, ich danke Ihnen nochmal ganz herzlich, dass ich hier so eine schöne Zeit mit Ihnen hatte…” Ich hatte den Anfang ihres Gesprächs nicht mitbekommen, denn ich stand ganz abseits neben der Kasse und lauschte erst rüber, als es so dolle herzlich wurde. Sie sprachen auch sehr laut, fast als wären sie Schauspielerinnen, und da kamen mir erste Zweifel, ob die Ursache der überbordenden Freundlichkeit überhaupt Freundlichkeit war. “Das lie...