Beim Kanzler (von Frank Sorge) Ich stand vor dem Büro des Bundeskanzlers, aber er war leider nicht da. Ein Anliegen hatte ich eigentlich nicht, aber wenn man schon mal da ist, wäre mir noch eins eingefallen. So dachte ich nur darüber nach, wie es umgedreht wäre, wenn er hier jetzt als Besucher davorstünde und mein Name auf dem Schild. Würde er sich dann das Gleiche vorstellen, wie es umgekehrt wäre? Wäre er so friedrich, äh, friedlich gesinnt wie ich, oder käme ihm die Galle hoch, wenn er an mich denkt? Macht er ja zum Glück nicht, an mich denken, muss er auch nicht, kein Problem, ich habe auch ehrlicherweise gar nicht probiert, auf mich aufmerksam zu machen. Bei Kanzlerin Baerbock hätte ich allerdings vielleicht einmal zaghaft geklopft. Die Brauseboys am 5.11. (20 Uhr) Mit Daniel Baierl und Andreas Albrecht Frische Texte, neue Lieder, spannende Gäste Haus der Sinne (Ystader Str. 10) Das Jahr neigt sich seinem Ende zu, unleugbar, und wir hoffen gemeinsam, dass wieder ein neues ...
Grüße nach Neuruppin (von Frank Sorge) Wussten Sie schon als Kind, dass Sie Schriftsteller werden wollen? Wer waren Ihre Lieblingsautoren? Waren Sie gut in der Schule? Das alles und mehr fragten uns Schülerinnen und Schüler in Neuruppin und wir antworteten nach besten Kräften. Wir antworteten so, als würden die Dinge bleiben, wie sie bei uns waren, obwohl sie das womöglich gar nicht tun. Wir wissen es aber nicht besser, wir haben nur vierzig Jahre Altersunterschied ins Feld zu führen, können noch aus der Antike berichten, wie wir Wing Commander von der Diskette gestartet haben und dass ein Joystick nichts Versautes war. Schön jedenfalls, dass sie überhaupt solche Dinge von uns wissen wollten, die über das Schreiben, so haben wir auch mal wieder an die Zeiten gedacht, die immer weiter von uns wegrücken. Bei mir haben so Leute wie wir jedenfalls nicht in der Schule gestanden, wir mussten sie erst werden. Die Brauseboys am 22.10. (20 Uhr) Mit Harriet Wolff und Claudia Fink Frische ...