Wer den Schaden hat (von Frank Sorge) So schön das mit dem Frühlingsbeginn ist, solange keine frischen Blätter da sind, ist ein Park in der Stadt wenig attraktiv. Der, in dem ich bin, wird sogar auf vielen Spuren von Autos umfahren, die noch nicht hinter Hecken verschwinden. Kein einziger Krokus ist zu sehen, noch dazu sind die zwei einzigen Bänke weit und breit besetzt, obwohl ich dringend eine Pause brauche. Auf der einen Bank schaut ein sehr junger Erwachsener unverdächtig auf sein Handy, hat aber eine Grasglocke mit einem würzigen Radius von mindestens zehn Metern um sich errichtet, die am Boden klebt wie eine gestrandete Qualle. So schnell steht der nicht mehr auf! Auf der anderen Bank sitzt eine junge Frau und schaut ganz nett und offen herüber, aber vermutlich auch nur so lange, wie ich keine Anstalten mache mich dazuzusetzen. Also lasse ich mich auf einem Gedenkstein in der Nähe nieder, der als einzige weitere Sitzmöglichkeit weit und breit auszumachen ist. Pietätlos finde ich...
Wie was aussieht (von Frank Sorge) So gut sieht es vielleicht doch nicht aus, wenn die Munition schon ausgeht, wenn Verbündete Flugzeuge abschießen, wenn es diverse Pläne gibt, aber keinen Plan. Aber was weiß ich schon über Machtpolitik, ich kenne mich nur aus in Macht-nichts-Politik und Mach-nichts-Politik, wegen Berlin im Kleinen und Großen. Bei meinen Kleinen fällt schon wieder der Unterricht aus, den ganzen Tag! Hurra! Macht was oder macht nichts, das ist hier die Bildungsfrage, ohne Joker zu beantworten. Brauseboys am Donnerstag (5.3., 20 Uhr) mit Sebastian Nitsch und Rob Fleming Haus der Sinne (Ystader Str. 10) Die Sonne ist da und wir lesen auch schon wieder - am Donnerstag! Weg ist die Sonne zum Glück ja eigentlich nie, wir auch nicht, beide Naturphänomene erscheinen in vorausberechenbaren Zyklen. Während die Sonne für alles Leben auf der Welt verantwortlich ist (kann man drüber diskutieren), sind wir für alles Lesen zuständig, jedenfalls alles Lesen im Kopenhagener Kiez (Os...