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Brauseboys am 22.10. (20 Uhr) mit Harriet Wolff und Claudia Fink

Grüße nach Neuruppin (von Frank Sorge) Wussten Sie schon als Kind, dass Sie Schriftsteller werden wollen? Wer waren Ihre Lieblingsautoren? Waren Sie gut in der Schule? Das alles und mehr fragten uns Schülerinnen und Schüler in Neuruppin und wir antworteten nach besten Kräften. Wir antworteten so, als würden die Dinge bleiben, wie sie bei uns waren, obwohl sie das womöglich gar nicht tun. Wir wissen es aber nicht besser, wir haben nur vierzig Jahre Altersunterschied ins Feld zu führen, können noch aus der Antike berichten, wie wir Wing Commander von der Diskette gestartet haben und dass ein Joystick nichts Versautes war. Schön jedenfalls, dass sie überhaupt solche Dinge von uns wissen wollten, die über das Schreiben, so haben wir auch mal wieder an die Zeiten gedacht, die immer weiter von uns wegrücken. Bei mir haben so Leute wie wir jedenfalls nicht in der Schule gestanden, wir mussten sie erst werden. Die Brauseboys am 22.10. (20 Uhr)  Mit Harriet Wolff und Claudia Fink Frische ...
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Brauseboys am 15.10. (20 Uhr) mit Andreas Gläser und Peter und die Attentaeter

Die nächste Generation (von Frank Sorge) Im Supermarkt ist es ja meistens so, dass man die andern Einkaufenden, mit denen man den Markt betreten hat, auf dem Weg zur Kasse häufiger trifft, weil man den gleichen Weg hat und ähnliche Sachen braucht. Heute aber überholte mich ständig ein Mann wieder und ich ihn, der mit sich selbst sprach, aber offenbar mich zum Anlass nahm. “Jetzt müssen wir doch mal gucken, was es hier noch gibt”, sagte er, wenn ich in der Nähe war, oder “Gibt es hier nicht vielleicht was im Angebot?” Er sagte auch: “Da müssen wir jetzt mal überlegen, wie viel wir davon nehmen.” Oder: “Ob dit schmeckt? Sieht ja komisch aus.” Dann wurde es mir zu anstrengend und ich habe lieber noch eine Schleife gedreht zu den Einkaufenden, die nach uns in den Markt gekommen waren, die nächste Generation. Da gab es wieder einen, der mit sich sprach, aber nur “Oh ja, aha, oha, heje”, eine andere Frau bewegte permanent den Mund, als würde sie etwas sagen, aber es kam kein Ton heraus. Das...

Brauseboys am 8.10. (20 Uhr) mit Andreas Gläser und Peter und die Attentaeter

Erziehung 2026 (von Frank Sorge) Ich sage den Kindern, dass sie heute noch einmal raus gehen sollten, vermutlich wäre es der letzte sonnige Tag für eine Weile. Sie nicken verständig, trotzdem füge ich an: “Ab morgen ist es dann nass und noch kälter, richtig dunkel mit Hagel, Regen, Sturm, Blitz und Donner. Überschwemmungen, Krieg und die Pest kommen dann auch noch.” Es nützt ja doch nichts, die Dinge zu beschönigen. Die Brauseboys am 8.10. (20 Uhr) Mit Andreas Gläser und Peter und die Attentaeter Frische Texte, neue Lieder, spannende Gäste Haus der Sinne (Ystader Str. 10) Was uns an diesem Donnerstag erwartet, wissen wir alle nicht so genau. Im Prizip zwar schon, denn es wird gelesen und gesungen, aber 'wie immer'? Mit diesem Zusatz müssen wir vorsichtig sein, denn wir haben das erste Mal eine ganze Metal-Band zu Gast. Abgesehen von Knorkator, wenn wir ehrlich sind, aber das ist zwanzig Jahre her und wir konnten selbst noch headbangen. Jetzt machen wir das nicht mehr, wegen ...

Brauseboys am 1.10. (20 Uhr) mit Bruno

Pizza-Ferrari (von Frank Sorge) Der G3-Pizza-Ferrari ist ein überzeugendes Produkt und hält, was er verspricht. Die Lichter flackern schön beim Einschalten, nicht die am Gerät, die im Wohnblock. Unter seiner rot lackierten Kuppel entstehen innerhalb weniger Minuten bis zu 400 Grad über einem dünnen Schamottstein. Kurioserweise soll das Wort Schamotte im 18. Jahrhundert von italienischen Porzellanarbeitern in Thüringen erfunden worden sein, behauptet Wikipedia. Man muss sich das Wort also gesächselt vorstellen, Schärm bringen Glück und Schamotte sorgt für einen guten Pizzaboden. Vor der Benutzung des Ferraris sollte man alles nötige Werkzeug und Gerät bereithalten, außerdem die Pizzen gut vorbereitet haben, denn das Ding ist schnell. Kaum hat man eine Pizza aufgelegt und die Kuppel geschlossen, wird der Mini-Ofen zur Black-Box, dort drinnen wütet mutmaßlich ein Inferno. Ein Inferno in Forno, wenn man so möchte. Der eingebaute Timer reicht nur fünf Minuten weit, aber man ist irre, wenn ...

Brauseboys am 24.9. (20 Uhr) mit Aidin Halimi und Jana Berwig

Seestern: Der übertragene Sinn (von Frank Sorge) Die Brauseboys am 24.9. (20 Uhr)  mit Aidin Halimi und Jana Berwig Frische Texte, neue Lieder, spannende Gäste Haus der Sinne (Ystader Str. 10) - Kellerbühne Ein Gespenst geht um, das Gespenst des Kommunismus, sagen die einen, ein Gespenst der guten Veränderung, sagen die anderen. Nur eines ist definitiv: Franziska Giffey hat keinen Platz im Abgeordnetenhaus mehr, Kai Wegner und Partnerin verbleiben aber, für ein bisschen Kontinuität. Manches mehr werden wir wohl auswerten an diesem Donnerstag nach der Wahl, auch wieder ganz ohne politische Gäste, sondern voll konzentriert auf aktuelle Texte und klingende Lieder. Zur Unterstützung dieses Projekts "Schöner Donnerstag" haben wir auch beste Gäste dazugeladen, es handelt sich um Aidin Halimi von der Lesebühne 'Fuchs und Söhne' und Jana Berwig inklusive Gitarre. Weil das schon gespenstisch nach schönem Abend klingt, gehen wir dafür in den Keller des Haus der Sinne (leider...

Brauseboys-Politwochen am 17.9. (20 Uhr) mit Roland Schröder (Linke), Susanne Schirdewahn und Karel Ott

Überraschungstasche (von Frank Sorge) Ich laufe ja viel mit meiner Ukulelentasche herum, auf der Müllerstraße fragte im Vorbeigehen vor Kurzem ein Mann seinen kleinen Sohn: “Guck mal, welches Instrument ist in der Tasche?” Der Junge überlegte kurz und sagte dann: “Geige!” “Richtig!”, sagte der Vater. Ich bin einfach weitergelaufen und habe sie nicht korrigiert. Hätten sie gewusst, dass ich eigentlich meine Heckler & Koch Kleinkaliber-Maschinenpistole durch den Kiez trug, hätte sie das sicher nur verwirrt. Manchmal rechne ich jedenfalls damit, dass ich die Tasche öffne und gar keine Ukulele darin ist. Randvoll mit Geldscheinen könnte sie dann sein, das wäre was, oder es ist wirklich mal plötzlich eine Geige im Kasten und dann spiele ich halt die. Ich wurde auch schon für einen Geiger des Deutschen Symphonie-Orchesters gehalten, vermute aber, dass sich nur unsere Taschen ähnlich gesehen haben. Die Brauseboys-Politwochen am 17.9. (20 Uhr)  mit Roland Schröder (Linke), Susanne Sc...

Brauseboys-Politwochen am 10.9. (20 Uhr) mit Mike Szidat (SPD) und Annie We

Was Nettes sagen (von Frank Sorge) An der Supermarktkasse spielte eine Kundin mit der Verkäuferin ein Spiel, es hieß, glaube ich: “Was Nettes sagen!” Die eine sagte: “Einen wunderschönen guten Abend!”, die andere setzte drauf: “Danke sehr, und Ihnen auch noch einen ganz besonders schönen Abend!” Aber damit nicht genug, sagte die Kundin noch: “Es war so schön hier bei Ihnen, da komme ich wahnsinnig gerne wieder!”  “Na, unbedingt, Sie sind herzlich willkommen, kommen Sie gerne so oft wieder, wie Sie möchten.” “Das werde ich machen, sobald wie möglich, ich danke Ihnen nochmal ganz herzlich, dass ich hier so eine schöne Zeit mit Ihnen hatte…” Ich hatte den Anfang ihres Gesprächs nicht mitbekommen, denn ich stand ganz abseits neben der Kasse und lauschte erst rüber, als es so dolle herzlich wurde. Sie sprachen auch sehr laut, fast als wären sie Schauspielerinnen, und da kamen mir erste Zweifel, ob die Ursache der überbordenden Freundlichkeit überhaupt Freundlichkeit war.  “Das lie...