Wie man Autoren das Elternsein erklärt (von Frank Sorge) Das erste Buch ist ja immer was ganz Besonderes. Das Erscheinen markiert eher das Ende des Elternseins, es beginnt mit dieser kuriosen Idee und der ersten Zeile. Schön, so ein Werk, aber wenn du zurückblickst, was es dich gekostet hat, hierher zu gelangen, wird schnell klar - nach wirtschaftlichen Kriterien kann man das nicht bemessen. Die erste Zeit des Ausbrütens der Idee erscheint in der Rückschau noch vergleichsweise mühelos, aber wie beschwerlich dann schon das Ringen mit den ersten Seiten, dem immer wieder Neu-Ansetzen und der Unklarheit über die Charaktere, überall sammeln sich Notizen, die erste Krise aus reiner Überforderung mit dem Material. Finanziell eh ein Wagnis, akut erhöhtes Armutsrisiko, Plätze im Regal arg begrenzt, zu wenig Stellen für Buchbetreuung insgesamt. Bleiben lassen kann man es aber auch schon nicht mehr, man muss weiter hinein, wie viele Monate und Jahre es auch dauert, immer wieder neu umwälze...
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