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Brauseboys am 16.10. (20 Uhr) mit Aike Arndt und Claudia Fink

Auf dem Papier (von Frank Sorge)    Bevor man einen Text schreibt, sollte man in jedem Fall wach sein, man sollte also aufstehen. Im Bett mit offenen Augen einen Text zu schreiben, kann im Moment sehr verlockend sein, diese Ideen werden aber nicht automatisch zwischengespeichert. Man sollte also aufstehen, und man sollte sich auch anziehen. Wenigstens sollte man immer behaupten, man hätte einen Text angezogen geschrieben, gut gekleidet und frisiert, mit frisch gewaschenen Sachen. Wie sieht denn das sonst aus? Einem Paketboten öffnet man auch nicht, wenn er in Unterhose kommt, und eine Verkäuferin im Backshop sollte auch nicht im Schlafanzug Brötchen und Kaffee herausgeben. Man will auch nicht, dass sie im Schlüppi die Brötchen gebacken haben oder im Bademantel Pakete sortieren. Natürlich kann es im Einzelfall verkaufsfördernd sein, im Regelfall aber nicht. Kneipenwirte im Unterhemd schrecken auch Kunden ab und gehen nur im Kontext einer englischsprachigen Kellerbar in Neuköll...

Brauseboys am 6.12.: Kerzen im Mastul

Verschoben Eigentlich müsste ich einen Text schreiben, aber der Kühlschrank ist genauso leer wie die Datei, mein Magen so leer wie die Datei und der Kühlschrank, und das Universum ist so leer wie mein Kühlschrank. Weit und breit nur tote Materie, Kälte und Vakuum, und auf einem kleinen Rest Käse hinten links ist aus unklaren Gründen intelligentes Leben entstanden. Also gehe ich erst einmal einkaufen, denn der Markt ist im Gegensatz zu meinem Kühlschrank und der Datei voll bis obenhin. Und außerdem muss man ja den Kühlschrank voll machen, genauso wie später die Datei und vorher noch den Magen. Der so leer ist, dass das Portemonnaie, das durchaus voll war, nach dem Einkaufen leer ist. Man soll eben nicht hungrig einkaufen, aber es ist nicht nur notwendig, sondern auch wichtiger, den Magen zu füllen, als die Datei, weshalb ich mich nicht gräme, die Datei leer zu hinterlassen. Zuerst ist der Einkaufswagen leer, dann ist er voll und die Taschen und Tüten, die ich erwerbe, sind leer ...

Brauseboys am 6.9.: Sprechen und Lesen

Da war sie weg, die Idee für den Text (von Robert Rescue) Nach einem Auftritt der Brauseboys habe ich beim Einräumen der Stühle einen Einkaufszettel aus Karton gefunden. Prima, dachte ich mir, da schreibe ich einen Text drüber. Eine Analyse der einzukaufenden Waren und eine Vorstellung, wer die Person sein könnte, die den Zettel verloren oder entsorgt hat. Zuhause legte ich den Zettel auf den Drucker. Eine Woche später wollte ich was drucken und plötzlich fiel der Zettel in den Papiereinzugsschacht und wurde mit eingezogen. Daraufhin ging der Drucker kaputt. Aufschrauben konnte ich den nicht und somit waren sowohl Einkaufszettel, die Idee dazu, als auch der Drucker verloren.