Neulich an der Haltestelle (von Frank Sorge) Möbelmärkte (mit Ausnahme der einen schwedischen Kette) gehören zu den Geschäften, deren Werbung besonders verzweifelt ist. Was natürlicherweise an der langen Haltbarkeit der Produkte liegt (hier erklärt sich womöglich die schwedische Ausnahme). Jahrelang braucht man keine neuen Möbel und in genau diesem einen Moment, wenn das Bett zusammenbricht, muss die Werbung zünden. Tonnenweise Spam-Prospekte und bunte Super-Spar-Coupons im Briefkasten verrotten, ohne eines Blickes gewürdigt zu werden. Jeden Tag, überall, hoffnungslos. Die Menschen dahinter sind nicht zu beneiden, eine elende Angelegenheit muss es sein, dort im Marketing zu arbeiten. Vor ein paar Tagen betrachtete ich an der Tramhaltestelle einen dieser verzweifelten Versuche: 500 Euro Rabatt gewährt Möbel Höffner, bzw. heißt es “500 Euro geschenkt”. Über ein Sternchen ist die Einschränkung verknüpft “Ab einem Einkaufswert von 2500 Euro.” In einer Fußbote, die einen beachtliche...
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