Beim Kanzler (von Frank Sorge)
Ich stand vor dem Büro des Bundeskanzlers, aber er war leider nicht da. Ein Anliegen hatte ich eigentlich nicht, aber wenn man schon mal da ist, wäre mir noch eins eingefallen. So dachte ich nur darüber nach, wie es umgedreht wäre, wenn er hier jetzt als Besucher davorstünde und mein Name auf dem Schild. Würde er sich dann das Gleiche vorstellen, wie es umgekehrt wäre? Wäre er so friedrich, äh, friedlich gesinnt wie ich, oder käme ihm die Galle hoch, wenn er an mich denkt? Macht er ja zum Glück nicht, an mich denken, muss er auch nicht, kein Problem, ich habe auch ehrlicherweise gar nicht probiert, auf mich aufmerksam zu machen. Bei Kanzlerin Baerbock hätte ich allerdings vielleicht einmal zaghaft geklopft.
Die Brauseboys am 5.11. (20 Uhr)
Mit Daniel Baierl und Andreas Albrecht
Frische Texte, neue Lieder, spannende Gäste
Haus der Sinne (Ystader Str. 10)
Das Jahr neigt sich seinem Ende zu, unleugbar, und wir hoffen gemeinsam, dass wieder ein neues anfangen wird, wenn es soweit ist. Viele Jahre lang war das immer so, man darf zuversichtlich sein. Die nähere Zukunft ist ebenfalls rosig, wenn es auch nur der Donnerstag ist, den wir demnächst abends gemeinsam verbringen können, wenn wir im Feuerschein die Geschichten unserer Jagd zusammentragen. Der Jagd nach Ideen und Eindrücken, nach Gedanken und Witzen natürlich, der Feuerschein kommt nur von Scheinwerfern. Damit unser Beutetisch immer voll gedeckt ist, haben wir auch diese Woche Gäste, es handelt sich um den Leipziger Autoren Daniel Baierl und den Prenzlberger Musiker und Liedermacher Andreas Albrecht.
Denen, die nicht dabeigewesen sind, ging der Bericht zu, dass es sich letzte Woche um einen schönen Abend gehandelt hat. Die, denen das berichtet wurde, zweifelten nicht an der Glaubwürdigkeit des Berichtes, denn sie gingen von Vorneherein davon aus, dass es so sein würde. Es besuchten uns Rainer Bauck und der Rock'n'Roll Diktator, trotz deren Herkunft (Stuttgart) soll durchweg hochdeutsch gesprochen worden sein.



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