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Brauseboys am 2.3.: Großes Lesekino

Kann ja mal passieren (von Frank Sorge)

Es fing mit einem kleinen Zettel an, der mit der Post durch unseren Briefschlitz im Flur landete, darauf stand: "´Habe leider die Post falsch eingeworfen. Bitte eine Etage höher durchstecken. Danke. Ihr Briefzusteller". Das machte ich natürlich, zwei Tage später traf ich dann zufällig einen Postboten vor dem Haus, der mich ansprach.
"Hatte ich bei Ihnen die Post falsch...?"
"Ja, genau, kein Problem", sagte ich, "gerne wieder."
Zwei, drei Wochen nichts mehr dergleichen, ich hatte es fast vergessen, als wieder ein Zettel im Flur lag: "Dringender Arzttermin mit der Tochter, konnte leider Briefe im Haus nicht verteilen, liegen vor der Tür. Bitte einwerfen. Danke. Ihr Briefzusteller". Ein wenig mutig die Anfrage, dachte ich, da aber dazu noch eine Tafel Schokolade eingeworfen war, wollte ich nicht so sein. Vom Verständnis als Vater ganz abgesehen. Es dauerte nur wenige Minuten und ich quittierte mit einen Zettel unter der Fußmatte.
"Frau Frentzen aus der WG ist, jedenfalls für mich, unbekannt verzogen, Handyrechnung retour. Lieblingssorte Nugat gut getroffen. Danke. Ihr Aushilfsbriefzusteller."
Natürlich ahnte ich, dass es auf diese Weise noch zu weiteren Überraschungen kommen würde. Als nächstes kam dieser Zettel: "Habe aus Versehen mein Schlüsselbund mit Ihrer Post eingeworfen. Das Fahrrad steht gut verschlossen im Hof und hat noch die Lüderitzstraße geladen. Schlüssel nummeriert, bitte einwerfen. Danke. Ihr Briefzusteller." 
Dauerte natürlich einen Moment, aber am Tag drauf kam mit der Post auch der erste Fünfzig-Euro-Schein. Erstaunlicherweise trafen wir uns eine sehr lange Zeit nicht mehr zufällig vor der Tür, dafür wurden die Zettel klarer: "Hätte gern mehr Zeit mit den Kindern, Teilzeit hier blödes Modell. Wenn Interesse besteht, habe ich aus Versehen meine Gehaltsabrechnung mit Ihrer Post eingeworfen. Einfaches pari-pari nach Stunden, im Fahrrad heute die kleine Tour Togo, Kongo, Kamerun. Bitte einwerfen. Danke. Ihr Briefzusteller."
Mir kam das Zubrot recht und mein Fitnesszustand hat sich auch schnell verbessert.
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Donnerstag, 2.3. /20.30 Uhr
La Luz (Oudenarder Str. 16-20, Osram-Höfe)

Die Brauseboys - frische Texte
Jeden Donnerstag nehmen Thilo Bock, Robert Rescue, Frank Sorge, Volker Surmann und Heiko Werning ihre frisch geputzten Tastaturen und lassen es klappern. Die empfohlene Wochendosis Lesebühne, seit bald vierzehn Jahren jeden Donnerstag mit illustren Gästen. 


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14 JAHRE BRAUSEBOYS - Die Jubiläumsshow

Samstag, 18.3. /21 Uhr
Centre Francais (Müllerstr. 74, U-Rehberge)

14 Jahre Brauseboys - Ganz großes Kino!
Unvergessene Momente des Brauseboys-Filmschaffens, nie gesehene, aber dennoch bewegte Bilder, Raritäten und Filme aus dem Lesebühnengiftschrank – und natürlich wunderbare Geschichten. Zum 14. Geburtstag laden die Brauseboys in den Kinosaal des Centre Francais! Die schönsten Texte, die interessantesten Filme und natürlich die best angezogenen Stars des Weddings, die auch nach 14 Jahren auf dem roten Teppich noch die bescheidenen Genies geblieben sind, die sie von Anfang an waren. Weitere Informationen u.a. hier bei der Facebook-Veranstaltung.



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