Wer den Schaden hat (von Frank Sorge)
So schön das mit dem Frühlingsbeginn ist, solange keine frischen Blätter da sind, ist ein Park in der Stadt wenig attraktiv. Der, in dem ich bin, wird sogar auf vielen Spuren von Autos umfahren, die noch nicht hinter Hecken verschwinden. Kein einziger Krokus ist zu sehen, noch dazu sind die zwei einzigen Bänke weit und breit besetzt, obwohl ich dringend eine Pause brauche. Auf der einen Bank schaut ein sehr junger Erwachsener unverdächtig auf sein Handy, hat aber eine Grasglocke mit einem würzigen Radius von mindestens zehn Metern um sich errichtet, die am Boden klebt wie eine gestrandete Qualle. So schnell steht der nicht mehr auf! Auf der anderen Bank sitzt eine junge Frau und schaut ganz nett und offen herüber, aber vermutlich auch nur so lange, wie ich keine Anstalten mache mich dazuzusetzen. Also lasse ich mich auf einem Gedenkstein in der Nähe nieder, der als einzige weitere Sitzmöglichkeit weit und breit auszumachen ist. Pietätlos finde ich das nicht, mein Gesäß richtet keinen Schaden an, Stein ist Stein, und dieser ist ein Zeitzeugnis der DDR und erinnert an gefallene Soldaten der Sowjetunion im Kampf gegen die Nazis. Da ist viel Schaden angerichtet worden, ganz klar, aber hier und heute im Park nicht, nicht von mir.
Brauseboys am Donnerstag (12.3., 20 Uhr)
mit Andreas Rüttenauer und Christoph Theussl
Haus der Sinne (Ystader Str. 10)
So langsam gewöhnen wir uns an die Sonne und bald sollte alles wieder grün werden. Im Süden etwas früher vielleicht, in Baden-Württemberg ist es zum Beispiel schon am Wochenende recht grün geworden. Wir blinzeln mit unseren rehbraunen Augen zur Sonne und sind dankbar für die Wärme, vor allem darüber, dass wir jetzt die Gasheizung auslassen können. Dann kriecht kein Russe aus der Leitung, darf man das so sagen? Die einen sagen so, die anderen vermeiden es, vermutlich. Bevor wir den Überblick verlieren, haben wir mal wieder einen profilierten Journalisten zu Gast, den wir dazu ausfragen können, aber erst, nachdem er uns was vorgelesen hat. Wir freuen uns über taz-Autor Andreas Rüttenauer, der auch literarisch unterwegs ist. Immer unterwegs ist Christoph Theussl und wir sind beglückt, dass wir mal wieder auf seinem Weg liegen. Unser Lieblingsösterreicher aus München bringt uns knackiges, erfrischendes Liedgut mit.
Vormerken! Unser 23. Jubiläum am Freitag, 17.4. (19.30 Uhr), im Showfenster Theater
Die Zeit schreitet unbarmherzig voran und unser 23. Jubiläum erscheint schon am Horizont! Dieses Jahr zelebrieren wir am Freitag, den 17.4. (19.30 Uhr) im Showfenster Theater. Das liegt offiziell in Reinickendorf (Letteallee 94), aber Kenner wissen, es ist nur eine Häuserecke vom Wedding entfernt. Für dieses exklusive Event, das dem ewigen Zeitstrahl heiligt, können auch schon Tickets erworben werden.

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